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 Irgendwann hatte ich mal angefangen meine Zeichnungen während des Zeichnens zu fotografieren. Um zu sehen wie sich die Zeichnung nach und nach verändert. Es war schon ganz interresant zu sehen, wie sich ein Bild so entwickelt. Und ich weiß noch genau, na ja eigentlich ist es heute immer noch so, das ich am Anfang immer unzufrieden bin und denke: " Das wird nix ". Aber Stunde um Stunde während ich an dem Bild arbeite und alle Details ausarbeite, erfüllt mich das Bild mehr und mehr mit Zufriedenheit . . .


 Brad Pitt in "Fight Club": 

      

 

       

 


 Conan:

      

Das Bild von Conan ( gezeichnet 2006 bis 2007 in A3-Format ) wollte ich zwar von Anfang an in Farbe zeichnen,( es sollte mein erstes profesionelle Bild mit farbigen Stiften sein), aber als ich die Grundskizze fertig hatte, die ich immer mit Bleistift mache, hatte ich ganz vergessen auf Farbstift zu wechseln. Na ja, als ich es dann merkte, war es zu spät. Zumindest dachte ich das damals und legte die Zeichnung erst einmal zur Seite, wo sie über Monate dahinstaubte. Später grub ich sie wieder hervor und fing an mit Farbstift hineinzuzeichnen. Zum Glück war nur der Hintergrund ausgezeichnet und ich konnte die Zeichnung noch hervorragend in eine Farbzeichnung umwandeln.  


 Bruce Lee :

                                                                

Hier war die Schwierigkeit, die Hand größer und verschwommener darzustellen, damit das ganze als " nah & fern " wirkt und das  mit einem gleitendem Übergang, da sich das Auge auf das Gesicht und den Body von Bruce  fokosiert. Im zweiten Bild erkennt man gut, das ich den Mund mehrmals ausradieren und neu plazieren musste, weil mich immer irgendetwas daran störte. Mund, Nase und Augen sind extrem wichtig, da unser Gehirn sich wesentlich an diesen Körperteilen orientiert um Gesichter zu erkennen. Deshalb sind kleinste Veränderungen in diesem Bereich hier besonders kritisch.


 Männliches Model im Wasser:

    

Proportionell stellte dieses Bild keine Herausforderung dar. Aber die Muskeln . . . die gut und plastisch darzustellen ist wirklich schwer. Früher hatte ich Schwierigkeiten mit den Händen, jetzt kriege ich die schon ziemlich gut hin. Meine schwächen sind noch Muskeln ( Körperformungen ) richtig plastisch darzustellen und die Lippen, mit denen bin ich meist immer noch unzufrieden.

 


  

 

 Druuna :

  

Druuna ist eine Science fiction Figur aus Serpieri´s Kult - Comic Serie. Ich habe alle Hefte gelesen, sie sind düster, pervers und teilweise verwirrend . . . aber richtig gut. Denn die Zeichnungen sind fantastisch und die Geschichte als ganzes birgt eine wirklich Abgrundtiefe und gleichzeitig wunderbare Erkenntniss, die es Wert ist zu erfahren.                       Nun zum Bild : Bei Druuna hatte ich erst eine Grundskizze gezeichnet, um die Proportionen gut auf dem Blatt zu platzieren ( wie immer, eigentlich ). Aber als ich den oberen Part weiter ausgezeichnet habe, hatte ich festgestellt, das ihr Körper doch zu gedrungen wirkte ( Bild links ). Also mußte der Unterkörper wieder wegradiert werden ( Bild mitte ), und schließlich neu angepaßt werden ( Bild rechts ).                           

 


 

 Johnny Depp am Klavier : 

Das Bild von Johnny Depp am Klavier ist meiner Meinung nach das absolut Beste, was ich je gezeichnet habe. Es hat fast ne Woche gebraucht á 2-3 Stunden fast jeden Tag. Also umgerechnet ca. 9 bis 13 Stunden. Das ist im Vergleich zu meinen anderen Farbzeichnungen auch nicht viel mehr, aber manchmal vertrödelt man auch ne Menge Zeit an irgendwelchen ( vieleicht unwichtigen ) Details. Manchmal verliere ich mich auch in so einen Bild, und komme garnicht mehr klar, weil ich es zu lange angeschaut habe. Dann brauch ich nen Tag Pause und decke das Bild ab, damit ich es nicht mehr anschauen kann. Dann beim nächsten Anblick mit etwas Abstand, bin ich dann meist auch zufrieden. Wenn nicht, muß ich halt nochmal ran....

    

Zuerst habe ich das Bild skizziert, wobei ich an wichtigen Punkten ( wie im mittleren Bild gut zu sehen ) kleine Markierungen gemacht habe, die ich vorher abgemessen habe. Meist zeichne ich doppelt so groß wie die (Foto)Vorlage, das läßt sich leichter umrechnen und paßt auch meist auf mein Zeichenformat. Das ist wichtig, damit die Proportionen stimmen. Manchmal skizziere ich auch einfach so drauflos, kostet meist nur mehr Zeit, weil man öfters ausbessern muss. Mann kann auch direkt die äußeren Ränder abpausen, indem man die Unterlage gegen das Licht hält, geht noch schneller, man lernt dadurch aber nicht das Freihand-Zeichnen und Besser wird das Bild dadurch auch nicht. Oder noch besser man kopiert das Bild gleich mit nen Farbkopierer, dann braucht man nur noch seine Unterschrift drunter setzen . . . . kleiner Scherz, aber ich denke, dadurch versteht ihr, was ich meine. Also, meine Meinung ist, man bringt soviel wie möglich von sich Selbst in das Bild mit ein, es muss nicht unbedingt ein perfektes Abbild seiner Vorlage werden.

           

Nachdem ich die Grundskizze fertig habe, zeichne ich ein paar Farben ein und verstärke die Konturen. Dadurch erkennt man besser, ob die Proportionen stimmen. Wenn ich den Hintergrund schon einzeichne, decke ich ihn während der Arbeit ab, damit nichts verschmiert. Bild, Mitte: Die Hellen Stellen im Bild hole ich mit dem Radierer wieder heraus, das ist besser, als sie von Anfang an auszulassen. Bild rechts: Und immer wieder Details nachzeichnen und Farben einzeichnen. Ich zeichne immer von links nach rechts, damit nichts verschmiert, außer in gewissen Ausnahmen, wenn es zeichnerisch notwendig ist. 

                

Die Tätowierungen waren auch Schwierig, denn wenn man sie einfach auch den Arm zeichnet, sehen sie auch so aus. Sie haben auch verschiedene Strichstärken und Aufhellungen, die man unbedingt beachten sollte. Auch die Lichtspiegelungen und die Verformung wegen des runden Untergrundes sind sehr wichtig. Nachdem ich die Tätowierung aufgezeichnet habe zeichne ich auch noch mehrmals mit dem Farben des Armes drüber, dadurch imprägniert man förmlich die Tätowierung in den Arm hinein. Wie in echt, halt. . . Der Rauch ist hier für mich auch was neues und ein sehr interressantes Detail. Ich habe ihn rausradiert und teilweise wieder überzeichnet. verwüscht und radiert. Es war eine heikle Angelegenheit, bis er realistisch wirkte.


 Jack Nicholson :    

                      

Dieses Bild von Jack habe ich wieder mal ohne Grundskizze gemacht ( also durchweg Freihand ). Das heißt, angefangen zu zeichnen, in der Hoffnung, das die Proportionen stimmen. Es passte auch alles ganz gut, bis auf das linke Auge, das musste ich wieder ausradieren, nachdem ich die Nase und Mund eingezeichnet hatte. Erst dann erkannte ich, das es nicht am rechten Platz saß. Manchmal erkennt man sowas auch erst, wenn sämtliche Schattierungen eingezeichnet sind. Dann merkt man plötzlich, das irgendetwas nicht stimmt. Bis dahin sollte man die Konturen nicht zu stark zeichnen, sonst kriegt man Schwierigkeiten sie wieder wegzuradieren. Diesen Ablauf erkennt man hier auch ganz gut, das alles erst schwächer gezeichnet ist und wenn alles stimmt zeichnet man kräftig nach. In der Fotovorlage auf den letzten Bild erkennt man schon, das meine Zeichnung von der Vorlage abweicht. Aber das ist auch gut so, so bekommt das Bild etwas eigenes. Denn jeder Künstler sollte nicht ein perfektes Abbild von etwas schaffen, sondern etwas neues schaffen, wo er ein Teil von sich selbst mit einbringt. Wichtig ist, das dieses Neue auf den Betrachter positiv wirkt und nicht komisch oder störend. Oder noch besser, es muss faszinieren . . . dann ist es wirklich Kunst.

        

  


 

Marilyn Monroe mit Pastell-Kreide: 

       

 

Zuerst, naklar eine Skizze der Umrisse und Schatten. Umso mehr man Falten und Schatten mit einzeichnet umso besser passt alles zusammen. Da man nicht soviel leeren Raum zwischen den einzelnen Körperteilen hat, den man masslich schlechter einschätzen kann. Wenn die Augen, Nase und Mund gut im Gesicht plaziert sind, kann man sie stärker nachziehen und ein paar Grundfarben auflegen.  

         

 

Für´s Gesicht habe ich 3 verschiedene Brauntöne benutzt. Die Schattierungen und Außenkonturen, sowie Lippenkonturen und Augenbrauen habe ich auch eingefärbt und alles schön verrieben. Dann habe ich mit dem Radierer noch das Weiß rausgeholt. und die Übergänge wieder durch verreiben verschönert. Diesen Ablauf mache ich mehrere Male, bis ich zufrieden bin.   

 

          

 

Dann mit Farbstiften die Feinheiten einzeichnen, die sich mit der Kreide nicht zeichnen lassen. Die Pastellkreide ist sehr gut für größere Flächen und ergeben wunderschöne und volle Farben, aber für Feinarbeiten müssen die Farbstifte her. Und immer wieder zwischendurch verreiben und radieren, sowie ausbessern. Die Lippen bestehen aus 3 Rottönen (316,321,327) und die Konturen zusätzlich noch aus 2 Brauntönen und Schwarz. Die Lichtreflecktierungen sind rausradiert und Koturenmäßig wieder angepasst. 

 

                                                          

 

Zum Ende hin trage ich nochmal verschiedene Pastellkreiden auf, um die Farben zu verstärken. Hole nochmal etwas Weiß mit dem Radierer raus und verbessere noch einige Details. 

 

 


  

 

                                                

Dieses Dreier-Portrait von Carrie-Anne Moss, Keanu Reeves und Laurence Fishburne aus dem Film Matrix war allein schon eine Herausforderung, weil es 3 Gesichter in einen Portrait waren, die natürlich im Zusammenspiel der Proportionen und Farben zusammen passen mussten.                       An dem Bild von Marilyn Monroe hat mich besonders das schöne Kostüm und der  Hintergrund ( die Niagara-Fälle ) gereizt. Da ich leider feststellen musste, das ich Klamotten nicht so gut zeichnen konnte, weil mir einfach die Übung fehlte. Auch Gegenstände waren bis dato nicht grade mein Hauptthema gewesen. Bei den Fällen sieht man praktisch nur die aufsteigenden Wassernebelschwaden und ich dachte erst, das es sich dabei um eine Art Geysir handelt. Das Gesicht war besonders schwierig, da es zum einen sehr klein war ( das Bild ist in Din A4 ) und die starken Lichtverhältnisse insgesammt. Am Gesicht/Kopf allein habe ich bestimmt an die 4-6 Stunden gearbeitet. Ich musste es immer wieder überarbeiten und oft habe ich es verschlimmbessert. Am ende hatte ich es fast aufgegeben, weil ich es so oft übermalt hatte, das sich das Papier schon anfing aufzulösen. Aber zum Glück habe ich es im praktisch allerletzten Versuch doch noch hinbekommen . . . puhh. 

                                                    

Das Bild von  Elvis Presley ( gezeichnet Ende 2006 ) fand ich sehr schön, weil er zum einen so schön vertieft in der Musik am Klavier sitzt und zum anderen, weil es kein typisches Bild von Elvis ist. Ich zumindest kenne ihn nur in anderen diversen Posen und insbesondere an der Gitarre. Das er auch gut Klavierspielen konnte war mir neu, und da ich auch ein Fan von Klaviermusik bin, insbesondere auch Blues und Rock´n´Roll, wirkte das Bild natürlich doppelt auf mich. Ich wollte den oberen und unteren Rand erst abschneiden ( er entstand, weil ich die Vorlage nicht proportionell abgemessen hatte). Ließ ihn dann aber bestehen, weil mir das ganze so gefiel.  Mike Tyson  ( gezeichnet Ende 2006 ) war für mich ein wahrer Mythos seines Genre. Und in diesem Bild kam in seinen Gesicht sein Killerinstinkt in sein unbändiger Siegeswille sehr gut zum Ausdruck. Außerdem war er Schwarz, was für mich in Bezug auf den Hautton eine wahre Lehrübung sein sollte. Dazu noch die Tätowierung und die Muskeln . . . im ganzen war es ein sehr schrieriges Bild.

 

Dieses Halbprofilbild von Cate Blanchett zeigt zwar nicht viel, strahlt aber viel aus. Von der Schwierigkeit war es nicht sonderlich schwierig, da man nicht darauf achten mußte, das die Augen zusammen passen. Was mit das Schwierigste ist. Trotzdem muss naklar das Zusammenspiel von Mund Nase und Auge passen. Auch ist ein relativ großes Gesicht leichter zu zeichnen als ein sehr kleines, da im kleinen Portrait schon winzige Abweichungen große Auswirkungen haben, im großen Portrait nicht. 

                   

Kate Winslet als Rose aus dem Film Titanic. Dieses Bild hat Jack ( Leonardo ) von Rose gezeichnet, ich denke den Film kennt fast jeder. Es ist ein fantastisches Bild in wunderschöner Pose. Ich wollte es unbedingt nachzeichnen und ich war superstolz als ich es fertig hatte. Es war eines meiner ersten Bilder und wenn ich es heute betrachte find ich es immer noch sehr schön, obwohl ich natürlich zig Sachen entdecke, die ich besser machen könnte. Und das ist auch gut so, man entwickelt sich nunmal. Man kann noch gut die Strichmarkierungen erkennen, die ich abgemessen hatte um passende Proportionen zu erzielen. Das Gesicht musste ich ziemlich oft ausbessern, da ich das Freihand gezeichnet habe. Man sieht noch sehr deutlich, das zu diesem Zeitpunkt Rose noch zu große Augen hat und leicht schielt.

                                            

Das hier ist ein asiatisches Model dessen Namen ich nicht kenne. Mir gefiel die Pose, das runtergestreifte Top und die halterlosen Strümpfe, die mich dazu animierten dieses Bild zu zeichnen. Das Bild ist sehr gewagt, aber was soll ich sagen, es gefällt mir nunmal sehr.

                                                                

Diese Skulptur stammt aus Bram Stoker´s Dracula und ich habe das Bild nie fertiggestellt. Ich denke ich hatte schon zuviel Zeit mit der Grundskizze und Ausarbeitung der Schatten verwendet und war bis dato mit dem Ergebniss nicht zufrieden. Ich habe die Skizze noch. Vieleicht stell ich sie irgendwann fertig.

                                           

Dieses Mangagirl gefiel mir sehr gut, weil sie ein niedliches Gesicht hatte, eine schön gefärbte Kurzhaarfrisur und vor allem die Haltung der Hände. In solch einer Perspektive hatte ich bisher noch keine Hände gezeichnet. Und es stellte eine Herausforderung für mich da, die ich gerne annehmen wollte.

So sah meine Freihand-Skizze von Alicia Keys zuerst aus. Man sieht deutlich, das grade am Anfang noch nicht alles so richtig passt. Aber wichtig ist, das die Proportionen stimmen und die Lage so ungefähr passt. Den Rest gleicht man nach und nach aus, wenn man die Details nacharbeitet, erkennt man auch besser die defizite. Nur darf es nicht zu stark abweichen, sonst wird es schwierig oder gar unmöglich  es wieder auszugleichen.        

 

        

Bei den Bild von Penelope Cruz sieht man gut, wie ich die Linien im Gesicht eingezeichnet habe um die Augen, Nase und Mund zu platzieren. Meist ist der Abstand von der Nasenspitze zu den Augen eineinhalb mal so groß, wie der Abstand von Nase zum Mund. Zum Kinn und anderen Teilen des Gesichtes gibt es ähnliche Zusammenhänge. Im 2. Bild sind sie eingezeichnet und passen proportionell schon ganz gut, müssen aber wie fast immer, noch nach und nach verbessert werden. Im 3. Bild hatte ich das Gesicht eigentlich schon fast ausgezeichnet, mußte aber die Lage des linken Auge und die rechte Hälfte der Nase völlig neu ( das heißt. radieren und neu einzeichnen) kreieren.

 

 

       

      

          

               

        

 

        

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